Sie fällt in dem Moment, in dem du anfängst, Grenzen zu setzen.
Solange du immer Ja sagst, bist du hilfsbereit.
Solange du dich anpasst, bist du unkompliziert.
Solange du alles für dich behältst, was dich stört, bist du so verständnisvoll.
Aber in dem Moment, in dem du „Nein" sagst, deine Grenzen aufzeigst, drehen sich plötzlich alle um und gehen.
Dann bist du auf einmal empfindlich, komisch geworden, kalt.
Ich habe lange gedacht, man müsse sich zurückhalten.
Man dürfe nicht immer seine Meinung sagen, sonst sei man nicht sozial.
Aber wenn jemand nur die Version von dir mag, die sich selbst verrät, dann mag er dich nicht.
Er mag deine Funktion, dein Schweigen, deine Bequemlichkeit für sein Leben — und ich habe keine Lust, das zu sein.
Denn ich verliere lieber Menschen,
als mich auch nur noch einmal selbst zu belügen.